ImpulseHier finden Sie einige Texte und Gedanken, die mich inspirieren und zu unterschiedlichen Sichtweisen einladen.

Sagen was ist, verändert die Welt! – Hannah Arendt

Langsam, langsam, wir haben keine Zeit!

Beppo, der Straßenkehrer, tat seine Arbeit gerne und gründlich. Er wusste, es war eine sehr notwendige Arbeit. Wenn er die Straße kehrte, tat er es langsam, aber stetig; bei jedem Schritt einen Atemzug, und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Schritt-Atemzug-Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging er weiter – Schritt-Atemzug-Besenstrich. … „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?“ – Michael Ende, Momo

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.  – Aus China

Zu viel Veränderung stört die Entwicklung.

… und ich möchte Sie, so gut ich es kann bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben, wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein. – Rainer Maria Rilke

Probleme sind Lösungen in Arbeitskleidern! – unbekannt

Wenn du einen Fehler machst, feiere ein Fest, denn du hattest die Möglichkeit etwas zu lernen. – Virginia Satir

Die Geschichte mit dem Hammer
Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig.
Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und da bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht’s mir wirklich. –
Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er «Guten Tag» sagen kann, schreit ihn unser Mann an: «Behalten Sie sich Ihren Hammer, Sie Rüpel!» – Paul Watzlawick

Das Gleichnis vom gekochten Frosch
Wenn Sie einen Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser setzen wird er sofort versuchen herauszuklettern. Aber wenn das Wasser Zimmertemperatur hat und Sie den Frosch durch nichts erschrecken, bleibt er ganz ruhig sitzen. Steht der Topf nun auf einer Wärmequelle und wird die Temperatur allmählich erhöht, geschieht etwas sehr Interessantes. Während die Temperatur von 20 auf 30 Celsius Grad steigt, bewegt sich der Frosch nicht. Er wird tatsächlich alle Anzeichen von äußerstem Wohlbehagen zeigen. Während die Hitze nach und nach zunimmt, wird der Frosch immer schlapper und schlapper, bis er unfähig ist, aus dem Topf herauszukraxeln. Obwohl der Frosch durch nichts gehindert wird, sich zu retten, bleibt er sitzen. Warum? Weil der innere Wahrnehmungsapparat des Froschs auf plötzliche Veränderungen seiner Umwelt eingestellt ist, und nicht auf langsam wachsende Bedrohungen. – Peter Senge

Das Glück ist ein Schmetterling.“, sagte der Meister. „Jag ihm nach und er entwischt dir. Setz dich hin und er lässt sich auf deiner Schulter nieder.“
„Was soll ich also tun, um das Glück zu erlangen?“, fragte der Schüler.
„Du könntest versuchen, dich ganz ruhig hinzusetzen – falls du es wagst!“ –
Anthony de Mello